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Die denkmalgeschützte Wassermühle befindet sich direkt an der B 108 zwischen Teterow und Waren,
wurde 1866 vom Grafen Rudolf von Bassewitz als Getreidemühle errichtet und arbeitete bis 1956 mit Wasserkraft.
Das Wasserrad und die Mühlentechnik sind vollständig und zum großen Teil im Original erhalten.

Das Gebäude verfügt über ca. 2000m² nutzbare Fläche sowie einen Park inklusive Bauerngarten von ca. 10.000 m².
Im Haus befinden sich der Verein Wassermühle Ziddorf e. V., die Gaststätte Wassermühle Ziddorf und die Mühlenkatze Tinchen.


Bildarchiv "Mecklenburger und andere Schweizen" Wassermühle Ziddorf e.V.
von P. Csiszmarek, 17166 Ziddorf in der Mecklenburger Schweiz (als PDF-Download 2,3 MB) "Bildarchiv"

Liste der Ansichten mit Landschafts- und Ortsbezeichnungen "Schweiz"
in Deutschland und Weltweit (als PDF-Download) "Landschaftsbezeichnung"


Geschichte des Ortes Ziddorf

1422
Ersterwähnung des Dorfes in einer Lehnsakte.
Besitzer: Ulrich Moltzan auf Schorssow, danach sein Sohn Nikolaus (Claus) Moltzan auf Schorssow.
Zum Lehen Schorssow gehörten: Bülow, Tessenow und Ziddorf.
Sie gehörten zur Ritterschaft des Wendischen Kreises, Amt Stavenhagen

1463
Ersterwähnung der Mühle in Ziddorf in einem Erbvertrag
Neuer Besitzer des Dorfes: Lüdecke Moltzan zu Wolde, danach sein Sohn Bernd Moltzan

1520
Vollrath Preen und Anna geb. Moltzan und Fam. Moltzan und Erben, es werden 2 Mühlen erwähnt.
Das Gut und Dorf wurde in folgender Zeit mehrmals für kürzere
oder längere Zeit innerhalb und außerhalb der Fam. Moltzan verpfändet.

1623
In einer Steuerliste stehen : 16 Bauern, 1 Kossate (Leibeigene), 6 Einlieger (Freie) davon 1 Weber, 1 Schmied, 1 Müller

1645
Von Pastor Gottschalk zu Bülow wird berichtet, dass während des Krieges im Dorfe Ziddorf
4 Bauernhöfe zum Hof in Schorssow gelegt worden sind

1648
Ziddorf wurde auf 30 Jahre verpfändet an Hans Herzog von Holstein auch Bischof zu Lübeck
Im Kirchenvisitationsprotokoll von 1648 teilt Pastor Gottschalk mit: Die Filialkapelle in Ziddorf ist wüst. (Ruine)
Überlebende Bewohner: noch 2 Personen und der Müller

1650
Hans Herzog von Holstein verkaufte seine ganzen Rechte an Schorssow, Bülow, Tessenow und Ziddorf
an den Oberst Joachim von Moltke und seinen Erben

1662
Im Kirchenvisitationsprotokoll wird mitgeteilt: In Ziddorf wurden 8 niedergelegte Bauernhöfe wegen Verödung
zum Gutshof Schorssow genommen.
Im Dorfe wohnten jetzt 3 Bauern, der Schmied und der Müller.
Die Reste der zerstörten Filialkapelle von Ziddorf wurden zum Reparieren der Kirche von Bülow verwendet.
Eine kleine Glocke und der Friedhof sind noch vorhanden.

1700
Es werden für Ziddorf wieder 4 Bauernstellen, 1 Wassermühle und 1 Schmied genannt.
Bei dem um 1700 als Mayerhof in Ziddorf benannten Gehöft, handelt es sich wohl um die zusammengefassten 4 gelegten Bauernstellen
während des Krieges und die 8 gelegten verödeten Bauernstellen nach dem Kriege.
Ab 1750 werden die Gebäude auf der jetzigen Hofstelle als Gutshof bezeichnet.
Es handelt sich dabei wahrscheinlich um den vergrößerten ehemaligen Mayerhof.

1781
Seit 1648 befinden sich nun die Güter im Pfand der Fam. von Moltke.
Da die Fam. von Maltzan den bestehenden Pfandvertrag nicht ablösen wollte, entsagte sie den ihr zuerkannten Lehnsrechten, sodass
E.F. Ehrenreich von Moltke und Erben als neue Lehnsträger die Belehnung für Schorssow, Bülow, Tessenow und Ziddorf bekamen.

1784
Durch einen Erbvergleich wurde sein Sohn Carl G.L. von Moltke Meckl. Strelitzer Jägermeister, neuer Besitzer.
Neben Pferde- und Schafzucht (Merino) baute er verstärkt Raps an.
Zur Weiterverarbeitung errichtete er in Ziddorf eine Ölquetschmühle, neben der vorhandenen Mahlmühle jenseits des Mühlenbachs.
Dort stellte er Rapsöl, Ölkuchen und unter Verwendung von Rapsöl und Potasche Schwarzseife her.
1805 verlegte er die beiden letzten Bauern von Schorssow nach Ziddorf

1817
Vorwiegend durch Kriegseinflüsse ging C. von Moltke in Konkurs (z.B. Die französische Seeblockade verhinderte die Ausfuhr seiner Waren).
Aus der Konkursmasse erwarb Georg Willhelm Pogge aus Wackerow bei Greifswald das Gut und Dorf Ziddorf.
Damit wurde das Gut Ziddorf ein Haupt-Lehngut
Gleich danach verlegte er unter Erlassung jeglicher Hofdienste und Erstellung sämtlicher benötigten neuen Bauten in Erbpacht
die ehemaligen 2 Schorssower und die 3 noch vorhandenen Ziddorfer Bauern nach dem jetzigen Neu Ziddorf, womit dasselbe gegründet war.
Um die umfangreichen Bautätigkeiten zu bewerkstelligen, errichtete er in Ziddorf eine Ziegelei.

1831
Heinrich Graf von Bassewitz-Schlitz auf Burg Schlitz erwarb das Gut Ziddorf

1862
Ihn beerbte sein Neffe Rolf Graf Bassewitz auf Raguth jetzt Burg Schlitz. 1866 ließ er beide Mühlen abreißen und ihrer Stelle das jetzige größere Gebäude mit Müllerwohnung, Wassermühle, Gaststätte und Bäckerei bauen.
Die zweigängige (2 Mahlgänge) Mühle hat ein innenliegendes Wasserrad.
1869 erbaute er das noch stehende Gutshaus und den großen Stall.
Ab 1878 war sein Sohn Friedrich Graf von Bassewitz Besitzer des Gutes.
Auf der Karte der Preußischen Landaufnahme 1884 ist der Name Neu Ziddorf zum erstenmal vermerkt.

1928
Nach dem Tode von Friedrich Graf von Bassewitz v. 23.11..1928 wollten die Erben die Güter Burg Schlitz, Hohen Demzin und Ziddorf verkaufen.
Wegen Überschuldung wurden sie aber am 25.9.1931 zwangsversteigert.
Den Zuschlag erhielt Staatsrat Dr. Emil Georg von Stauß aus Berlin.
1931 hatte Ziddorf mit Neu Ziddorf (Amt Waren ab 1920) 160 Einwohner.

1932
Dr. Emil Georg von Stauß wird am 5.12.1932 als Besitzer vom Gut Ziddorf mit Neu Ziddorf im Grundbuch eingetragen und ihm zum Mannlehn überlassen.
Am 1.1.1939 ist das landesherrliche Obereigentum des Landes Mecklenburg an dem Lehngut Ziddorf erloschen und nach Zahlung einer entsprechenden
Entschädigungssumme, in freies Eigentum an Dr. v. Stauß übergegangen.

1945
Bodenreform. Frau von Stauß auf Burg Schlitz wird enteignet.
Es wurden 46 Bauernstellen in Ziddorf eingerichtet.
Die 5 Höfe in Neu-Ziddorf bestanden weiter.
1956 hatte Ziddorf mit Neu Ziddorf 200 Einwohner; 1 LPG III, 27 priv. Bauern üb. 1ha.
Ab 1960 nur noch 1 LPG III.
Bis 1958 wurde die Mühle und Bäckerei betrieben, danach die Bäckerei geschlossen und die Mühle nur noch zum Schroten (Tierfutter) benutzt
Bis zum Netzanschluss wurde in der Mühle auch Strom für das Dorf erzeugt.
Ab 1952 gehören Ziddorf und Neu Ziddorf zum Kreis Teterow.
1969 wurde Ziddorf ein Ortsteil von Schorssow, ab1974 ein OT von Dahmen.

Vor langer Zeit...
Hier können Sie die Mühlenerzählung als PDF runterladen!
"Mühlenerzählung v. E.Winkler"


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